Montag, 21. Mai 2012
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Blühende Pracht am Sodenberg

Wanderungen im Naturschutzgebiet "Gans" am Sodenberg lohnen sich immer, doch im Frühjahr verwandeln seltene und geschützte Pflanzen wie Märzenbecher, Küchenschelle und Adonisröschen die Landschaft in ein blühendes Meer.

Lage und Besonderheiten des Sodenbergs

Adonisrschen1klein

Der Sodenberg ist ein erloschener Vulkan, süd-westlich von Hammelburg gelegen.
Mit einer Höhe von 481 Metern ist er der höchste Berg der Vor-Rhön, der südlichste Ausläufer der charakteristischen Rhönberge Feuerberg, Totnansberg, Platzer Kuppe und Dreistelz.


Zwei große Gedenksteine des Rhönklubs markieren auf einer Anhöhe einen schönen Aussichtspunkt, der an klaren Tagen weite Ausblicke über das Tal der Fränkische Saale hinaus bis in die Rhön ermöglicht. Rhoenkub_Aussichtspunkt_auf_dem_Sodenberg
Der Basaltkegel Sodenberg liegt im Naturschutzgebiet "Sodenberg-Gans", in einer
Muschelkalklandschaft mit Resten des ehemaligen Basaltabbaus und vielfältigen Lebensräumen aus Kalkmagerrasen (Enzian-Schillergrasrasen, Mainfränkische Erdseggen-Trockenrasen), naturnahen Buchen- und sekundären Eichen-Hainbuchen-Wäldern.


Die Trockengebiete am Sodenberg (Biotopflächen) bieten zahlreichen Farn- und Blütenpflanzen, Brutvogelarten, Schmetterlingen, Heuschrecken- und Grillenarten Schutz und Nahrung und wurden deshalb 1997 unter Schutz gestellt.


Im Frühjahr verwandeln seltene und geschützte Pflanzen wie Märzenbecher, Küchenschelle und Adonisröschen die Landschaft in ein blühendes Meer.

Damit die seltenen Pflanzen auch zukünftig bestehen bleiben, werden die Wanderer dringend gebeten, die Wege nicht zu verlassen und den Weisungen der Naturschutzbeauftragten zu folgen.

Geschichte

basaltkrater_am_sodenberg
giselakreuz_am_sodenberg
Der Sodenberg weist aber nicht nur naturkundliche, sondern auch kulturhistorische Besonderheiten auf. Vom einstigen Basaltabbau, der Mitte des 20. Jahrhunderts eingestellt wurde, zeugt noch heute ein tiefer Krater. Um "Spinnmagdkreuz" und "Giselakreuz" ranken sich geheimnisvolle Sagen.

Einst stand auch eine Burg auf der Anhöhe, genannt der "Kilianstein". Hier soll, so berichtet eine weitere Sage, Götz von Berlichingen seine Junkerjahre bei seinem Onkel Neidhard von Thüngen verbracht haben.
Die Anlage wurde um die Mitte des 14. Jahrhunderts von den Herren von Thüngen erbaut. Auch Gisela, der Sage nach Grund für die Errichtung des "Giselakreuzes", soll eine Tochter aus dem Haus "Von Thüngen" gewesen sein. Besitzveränderungen im Jahr 1660, die Burg wurde an die Universität Würzburg verpfändet, hatten zur Folge, dass die Gebäude nicht mehr bewohnt wurden, 1870 einstürzten und schließlich verfielen.

Anfahrt

Von Hammelburg kommend auf der B 27 Richtung Gemünden.
Nach Obereschenbach, auf der Anhöhe rechts Richtung Gräfendorf abbiegen. Nach ca. 300m rechts in den Waldweg abbiegen. Am Gasthof Sodenberg Parkmöglichkeit und Infotafel. Standort der Adonisröschen siehe Link.
Standort der Adonisröschen

Wanderwege

Ab Obereschenbach oder Morlesau und Ochsenthal.
Rund um den Sodenberg.

Einkehrmöglichkeiten z.B. in:

Obereschenbach (Ruhetag Montag und Dienstag)
Morlesau (Fotos vom ehemaligen Basaltwerk im Gasthaus)
Hammelburg

Weitere Informationen:

Tourist-Info Hammelburg, Kirchgasse 4, Tel.: 09732/902-430, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.